Gesunde Füsse – Warum ist Fußpflege wichtig?

Die Füße des Menschen spielen im wahrsten Sinne des Wortes eine „tragende Rolle“ Durchschnittlich machten wir in unserem Leben etwa 150 Millionen Schritte und dabei liegt ein Gewicht von rund 50 bis 80 kg auf unseren Füßen. Sie leisten also eine gewaltige Aufgabe und dafür haben sie es verdient, gepflegt und gesund erhalten zu werden. Fußpflege ist deshalb keinesfalls ein kosmetisches Standardprogramm, sondern ein Muss für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Darüber hinaus sieht es natürlich auch sehr viel besser aus, wenn Füße und Fußnägel gut gepflegt sind. Gerade im Sommer, wenn offene Schuhe, Sandaletten und Pantoletten ohne Strümpfe getragen werden, verderben ungepflegte Füße den optischen Gesamteindruck.

Die Pediküre – nicht nur optisch wichtig

Pediküre als Teil der Fußpflege

Zur Pediküre gehört in erster Linie das Kürzen der Zehennägel, das Entfernen von Hornhaut und abgestorbener Nagelhaut, sowie das Entfernen der so genannten Hühneraugen. Das muss regelmäßig geschehen. Erfolg keine Kürzung der Nägel oder werden sie nicht richtig geschnitten, dann kommt es zum Einwachsen der Nägel, besonders an den großen Zehen. Die Nägel wachsen dabei ins Nagelbett ein, das ist sehr schmerzhaft und außerdem kommt es zu Entzündungen und Vereiterungen.

Manche Betroffenen können dadurch nur noch unter großen Schmerzen laufen und passen kaum noch in ihre Schuhe. Zu lange Zehennägel können aber auch krumm wachsen und immer dicker werden, auch das ist hinderlich und schmerzhaft.

Ebenso wichtig wie das Kürzen der Zehennägel ist die Entfernung von Hornhaut. Die bildet sich zum einen ganz natürlich, weil die Haut an den Füßen, besonders den Fußsohlen von Natur aus dicker ist. Das ist noch ein Erbe der Vorzeit, als wir Menschen barfuß gingen. Kommen aber noch nicht richtig passende Schuhe, eine Fußfehlstellung und/oder hohes Körpergewicht dazu, dann bildet sich eine Verhornung an einzelnen Stellen. Besonders oft kommt es zu Hornhaut an den Fersen, den Ballen oder den Außenseiten der Zehen.

medizinische Fußpflege

Um Druck auszugleichen, wachsen die Hautzellen dort immer stärker. Das sieht nicht nur sehr unschön aus, irgendwann reißt die unflexible Hornhaut schließlich auch auf. In den entstandenen Rissen können sich Bakterien und Pilze ansiedeln, die schließlich zu Entzündungen und Schmerzen führen. Betroffene können nicht richtig laufen, das wieder führt zu weiteren Fuß-Fehlhaltungen und zu noch mehr Hornhaut. Ein Teufelskreis beginnt.

Um das zu verhindern, sollte bei jeder Pediküre die Hornhaut sanft entfernt werden. Dazu gibt es mechanische Entferner wie Bimsstein, Hornhautschwämme, Hornhautfeilen, Hornhautraspeln und Hornhauthobel. Viele Anwender schwören auch auf Pediküregeräte mit verschiedenen Aufsätzen zur elektrischen Hornhautentfernung.

In jedem Fall muss aber verhindert werden, dass beim Abtragen Verletzungen entstehen. Neben den mechanischen und elektrischen Hornhautentfernern gibt es auch noch chemische. Hornhautsalben weichen die Hornhaut nach und nach auf und entfernen sie auf diese Weise. Dabei versorgen sie die Haut zusätzlich noch mit Feuchtigkeit, damit keine neue Hornhaut gebildet wird. enthalten.

Hühneraugen gehören ebenso wenig an gesunde Füße. Diese Hornschwielen mit einen tief nach innen reichenden Dorn entstehen ebenfalls durch nicht passende Schuhe oder Fehlstellung des Fußes. Sie sind oft extrem schmerzhaft und kein Mensch kann mit Hühneraugen leichtfüßig gehen. Darüber hinaus können sie aber auch zu Entzündungen und Infektionen und im schlimmsten Fall sogar zum Absterben von Gewebe führen.

Zur Hühneraugenentfernung gibt es spezielle Pflaster, die die Verhornung entfernen. In schweren Fällen muss ein Fachmann (Podologe, Chirurg) das Hühnerauge ausschälen.

Die medizinische Fußpflege

Sie wird von speziell ausgebildeten Fußpflegerinnen und Fußpflegern, den Podologen durchgeführt und ist immer dann angebracht, wenn die Füße nicht mehr gesund sind und bereits Veränderungen vorliegen, die vom Fachmann behandelt werden sollten. Aber auch Personen, die sogenannte Problem-Füße haben (zum Beispiel Diabetiker, alte Menschen, Menschen mit ausgeprägten Senk-oder Spreizfüßen, mit Hallux valgus, bereits eingewachsenen Zehennägeln) sollten für ihre Füße eine medizinische Fußpflege in Anspruch nehmen.

Das gleiche gilt für Menschen, die unter Neuropathie und Durchblutungsstörungen leiden. Podologen führen aber nicht nur die Fußpflege durch, sondern kontrollieren die Füße auch ganz genau, um eventuelle Veränderungen zu erkennen. Darüber hinaus sind sie auch speziell dafür ausgebildet, Hühneraugen oder Dornwarzen zu entfernen, Fußpilz oder Nagelpilz bzw. kleinere Wunden an den Füßen zu behandeln. Wenn ein Arzt ein entsprechendes Rezept ausstellt, werden die Kosten für medizinische Fußpflege auch von den Krankenkassen übernommen.